Jugend und Medien hat zwei wichtige Zielgruppen: Eltern – und Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Insbesondere im schulischen Kontext spielen digitale Medien eine immer grössere Rolle und für Lehrpersonen, aber auch für Schulleitende, ist es von zentraler Bedeutung, den damit verbundenen Herausforderungen gut informiert zu begegnen. Es freut uns, mit unserer Broschüre «Medienkompetenz im Schulalltag» einen Beitrag dazu leisten zu können! Weil sich dieser Bereich nach wie vor rasch weiterentwickelt, haben wir die beliebte Broschüre nun komplett überarbeitet und neue Kapitel hinzugefügt. Ein engagiertes Autor*innen-Team rund um Judith Mathez von der Beratungsstelle Digitale Medien in Schule und Unterricht – imedias an der Pädagogischen Hochschule der FHNW hat sich dieser Aufgabe angenommen – und wir freuen uns sehr, Ihnen nun frisch ab Presse die Broschüre «Medienkompetenz im Schulalltag» präsentieren zu dürfen!  

Auch im Rahmen unserer Schwerpunkte waren wir in den letzten Monaten aktiv: ein neuer Forschungsbericht zum Thema Sexismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit im Netz ist soeben erschienen (mehr dazu im «Fokus» dieses Newsletters).  

Ansonsten erwarten Sie in diesem Newsletter neue Informationsmaterialien von der Schweizerischen Kriminalprävention zum Thema Cybermobbing, ein tolles Lehrmittel von klicksafe.de zur Meinungsbildung im digitalen Raum, aktuelle Forschungsergebnisse zum Unterricht in der Corona-Zeit und Informationen zum Stand der parlamentarischen Beratungen des neuen Bundesgesetzes über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele (JSFVG).  

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen, blühenden Frühling – und viel Spass bei der Lektüre!
 


 
 

Fokus

 

Hass im Netz: Forschungsbericht zu sexistischer und LGBTIQ*-feindlicher Online-Hassrede

 

Im Rahmen des aktuellen Schwerpunktes «Hass im Netz» hat Jugend und Medien die beiden Wissenschaftlerinnen Lea Stahel und Nina Jakoby von der Universität Zürich mit der Erarbeitung eines Forschungsberichts beauftragt. Sexismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit sind Phänomene, die sowohl online als auch offline vorkommen. Jugendliche sind in diesem Zusammenhang besonders verletzlich, da sie einerseits das Internet auf sehr aktive und kommunikative Weise nutzen, andererseits aber häufig noch nicht über die nötige Medienkompetenz verfügen, um sich (und andere) vor Hassrede zu schützen.
Der Forschungsbericht widmet sich den grundlegenden Fragen rund um das Thema, wie beispielsweise: Was versteht man eigentlich unter «Hassrede»? Was bedeutet Sexismus, was bedeutet Heterosexismus? – und bietet eine kritische Zusammenfassung der aktuellen Forschungs- und Datenlage. Ausserdem zeigt er auf, mit welchen Ansätzen Behörden und Organisationen der Zivilgesellschaft dem Problem bisher begegnen.
Aufbauend auf den Handlungsempfehlungen aus dem Bericht sowie den Recherchearbeiten der vergangenen Monate wird sich Jugend und Medien in den kommenden Wochen für weitere Massnahmen im Rahmen des Schwerpunktes «Hass im Netz» entscheiden.

 
 

Aktuelle Projekte und Angebote

 

Informationsplattform für Eltern zum Thema Sexualerziehung

 

Kinderschutz Schweiz und Sexuelle Gesundheit Schweiz lancieren gemeinsam die Informationsplattform Sexualerziehung: Rolle der Eltern. Zielpublikum sind Eltern und Bezugspersonen von Kindern. Auf der Plattform findet man Informationen zur sexuellen Entwicklung und altersgerechten Begleitung sowie Angebote und Adressen von Fachberatungsstellen. Die Plattform hilft Eltern, die Sexualerziehung der Kinder bewusst anzugehen und will einen Beitrag zur vertrauensvollen Sexualaufklärung leisten.

 
 


 
 

Aktuelle Projekte und Angebote

 

Dein Leben online

 

Die Schweizerische Kriminalprävention hat ein kreditkartengrosses Leporello in Ergänzung zur Broschüre «My little little Safebook»  veröffentlicht. Das Leporello soll Jugendliche dafür sensibilisieren, dass virtuelle Gewalt echte Schmerzen verursachen kann. Es ist in drei Sprachen verfügbar (deutsch, französisch, italienisch) und kann auf der Webseite der SKP heruntergeladen oder über die Polizei bestellt werden.

 
 

Aktuelle Projekte und Angebote

 

Ethik macht Klick: Meinungsbildung in der digitalen Welt

 

Die neue Klicksafe-Broschüre widmet sich dem brandaktuellen Themenbereich rund um Desinformation, Fake News und Verschwörungserzählungen. Neben ausführlichen Informationen und vielen Gesprächsgrundlagen umfasst die Broschüre auch Anleitungen zu 12 Praxisprojekten. Das Material eignet sich für die Arbeit mit Jugendlichen sowohl im schulischen als auch im ausserschulischen Bereich.

 
 


 
 

Aktuelle Projekte und Angebote

 

Kinder und digitale Medien: Studienteilnehmende gesucht!

 

Das Marie Meierhofer Institut für das Kind führt 2021 die KiDiM-Studie durch, welche dazu beitragen soll, die Rolle digitaler aber auch nicht-digitaler Aktivitäten für die frühkindliche Entwicklung besser zu verstehen. Aufbauend auf die Studienergebnisse werden Empfehlungen zum Umgang mit digitalen Medien in den ersten Lebensjahren erarbeitet. Für die Studie werden noch Familien gesucht, die gerne teilnehmen möchten! Eltern von Kindern im Alter bis drei Jahre finden auf dieser Webseite alle nötigen Informationen und können sich für die Studie anmelden.

 
 

Aktuelle Projekte und Angebote

 

Dürfen wir vorstellen? CO:RE

 

Die Plattform CO:RE – Children Online: Research and Evidence existiert seit einem Jahr und bietet einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die digitalen Erfahrungen von Kindern. CO:RE will eine europäische Wissensbasis sein, sowohl für Forschende als auch für Lehrende und Menschen aus dem bildungspolitischen Umfeld. Im Zentrum stehen wissenschaftliche Ergebnisse – und das, was im Rahmen von Bildung und Politik daraus wird. CO:RE wird getragen von zehn Partnerorganisationen aus neun europäischen Ländern – Universitäten, Forschungsinstitute aber auch European Schoolnet sind beteiligt – und unterstützt von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon 2020.

 
 


 
 

Neues aus Forschung und Politik

 

Jugendschutz in Filmen und Games

 

Der Nationalrat will Minderjährige besser vor Sex- und Gewaltdarstellungen in Filmen und Videospielen schützen. Er hat an seiner Sitzung vom 17. März 2021 mit 115 zu 69 Stimmen bei 2 Enthaltungen beschlossen, auf die Vorlage zu einem neuen Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele einzutreten. Die Detailberatung wird er an einer der nächsten Sessionen führen.

 
 

Neues aus Forschung und Politik

 

Fernunterricht: Herausforderugen und Strategien

 

Während der Schulschliessungen aufgrund der Pandemie waren die Schulen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert und nutzten verschiedene Bewältigungsstrategien. Das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich hat dazu eine Befragung bei den Primarschulen der Deutschschweiz durchgeführt. Die Sicherstellung des Informationsflusses, die Lösung technischer Probleme, die Unterstützung der Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen und ihrer Familien sowie der zweckmässige Austausch zwischen den Lehrpersonen waren die grossen Herausforderungen. Der Bericht enthält Beispiele guter Praxis mit Anregungen für Schulleitende.

 
 

Neues aus Forschung und Politik

 

Leben in der virtuellen Welt: soziale Netzwerke und Selbstdarstellung

 

Die Selbstdarstellung im Internet ist für Jugendliche wichtig und geht über Selfies hinaus. Sie umfasst das Profilbild, den Benutzernamen, persönliche Angaben, Likes und Kommentare, aber auch geteilte Playlists. Das Österreichische Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung hat eine Studie mit 11- bis 17-jährigen Jugendlichen durchgeführt, unter anderem über ihre Motive zur Nutzung der sozialen Netzwerke, die Häufigkeit, mit der sie Inhalte posten und ihre Meinung zur Bearbeitung von Bildern. Die Schlussfolgerungen der Studie sind auf Saferinternet verfügbar und eine Infografik liefert eine Zusammenfassung der Studienergebnisse.

 
 


 
 

Neues aus Forschung und Politik

 

Digital Natives in der Schweiz mit journalistischer Information erreichen

 

Damit journalistische Informationen ein jugendliches Publikum erreichen, sind heute neue Formate gefragt. In einer vom BAKOM beauftragten Studie wurden im Hinblick auf mögliche Lösungsansätze die Bedürfnisse und Erwartungen der Jugendlichen, ihr Medienverhalten und ihre Mediennutzung erfasst.. Zum Thema befragt wurden Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren aus den drei grossen Sprachregionen der Schweiz. Sie gaben an, dass sie visuelle Formate und weniger negative Informationen bevorzugen. Die Zusammenfassung der Studie und der Schlussbericht  (auf Englisch) informieren über die Mediennutzung und die Art und Weise, wie Jugendliche altersgerecht erreicht werden.

 
 

Veranstaltung

 

LernFilmFestival 2021

 
Frist für die Teilnahme: 4. April 2021

Jetzt aber schnell! Das diesjährige LernFilm Festival nimmt noch bis am 4. April Einreichungen von Schulklassen entgegen. Themen aus dem Unterricht sind ebenso willkommen wie Filme unter dem Motto «GEKNIPST, GESCHÜTZT – von Fotofallen, Bilderpiraten und dem Recht am eigenen Bild». Mitmachen kann man hier. Die Preisverleihung findet dann im Juni statt.

 
 

Veranstaltung

 

SUPER - die zweite Schöpfung

 
Museum für Kommunikation, Bern - bis 10. Juli 2022

Das Museum für Kommunikation hat wieder geöffnet! In der Ausstellung "SUPER - die zweite Schöpfung" dreht sich alles um die Frage, wie unsere Gesellschaft, die in grossen Teilen nur bruchstückhaft über die rasanten Entwicklungen in Bereichen wie Biotechnologie, Künstliche Intelligenz oder der Digitalisierung im Allgemeinen informiert ist, mit diesen Herausforderungen umgeht. Für Schulklassen gibt es die Gelegenheit, den Ausstellungsbesuch in «SUPER – die zweite Schöpfung» mit einem Workshop zu verbinden, ausserdem bietet das Museum ein Lehrmittel zur Ausstellung an.

 
 


 
 

News aus dem BSV

 

Save the Date: Expert*innen-Netzwerk Medienkompetenz 2021

 

Am 31. August 2021 findet in Bern das vierte Treffen des «Expert*innen-Netzwerk Medienkompetenz» der nationalen Plattform Jugend und Medien statt. Diese Veranstaltung ist eine Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zur Vernetzung von Expert*innen, die im Rahmen der Förderung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen arbeiten. Expert*innen, die an der Teilnahme am Anlass interessiert sind, aber keine Einladung (Save the Date) per Mail erhalten haben, können uns unter jugendschutz@bsv.admin.ch kontaktieren.

 
 

News aus dem BSV

 

Willkommen, Marie Pillet!

 

Seit dem 1. Februar wird das Team von Jugend und Medien wiederum von einer Hochschulpraktikantin unterstützt. Marie Pillet hat im vergangenen Jahr ihr Masterstudium in Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg abgeschlossen. Wir freuen uns und heissen Marie herzlich willkommen!

 
 
 
 

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